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Tag 37 Grub Dunjaska Streda (SK) 105km

Veröffentlicht am 5. Juli 2021 um 21:57

Vor ein paar Tagen musste ich mich entscheiden, wie es weitergeht. Entweder westlich die Eurovelo9 weiter über Wien, Maribor und Lubiljana nach Pula oder weiter östlich nach Bratislava, zum Balaton und dann über Zagreb nach Pula. Heute bei der Halbzeit war ich in Bratislava. Somit ist diese Entscheidung gefallen. Ist mir auch recht leicht gefallen, da ich alle Städte der Westroute bereits kenne. 

Es geht also an der March lang gleich mit einer Flußüberquerung per Fähre in die Slovakei. Auch dieser Grenzübertritt bleibt unbeobachtet von irgendwelchen Zollbeamten. Kurz vor Bratislava mündet die March in die Donau. Auf einer Felskuppe steht majestätisch eine Burgruine und man hat hier einen schönen Blick auf Donau und March, die hier ihr Ende findet.

Bratislava wird nur gestreift, da ich mich heute Abend mit eine lieben ehemaligen Arbeitskollegin verabredet habe, die hier mit Ihrer Familie Urlaub macht. Was liegt näher als dort eine Nacht wieder mal das Zelt aufzuschlagen. Ein einziger Halt ist in der slowakischen Hauptstadt drin. An der Brücke mit dem markanten Pfeiler und einer Aussichtsplattform in Form eines UFOs drauf. Das Geld für den Aufzug dort hoch spare ich mir. Ich bin ja nur einen Tag in der Slowakei und versuche ohne Bargeld durchzukommen. Ich habe mich extra in der letzten Stadt in Österreich mit Wasser und Brötchen eingedeckt. 

Nun geht ein Stück des Donauradweges, den ich in Abständen von jeweils 15 Jahren schon zweimal vorher gefahren bin. Nur die UFO Brücke ist von damals hängen geblieben. Wie elektrisch angetrieben, fahre  ich 25km auf dem Donaudamm mit Rückenwind. Alle Radler, die mir entgegen kommen, gucken ziemlich verkniffen. Scheint anstrengend zu sein.

Um auf den angesprochenen Campingplatz zu kommen geht es 15 km ins Landesinnere. Nach der Landschaft zu urteilen, wird mich nicht viel dort erwarten außer einem schönen Abend. 

In der Stadt angekommen, wird es mir doch zu mulmig ohne Bargeld und suche den ersten Bankomaten auf. Kreditkarte rein und Sprache „Deutsch“ auswählen. "Was wollen Sie abheben ? 50,100,200 .. €?" Ich denke, fein, schon umgerechnet. Der kleinste Betrag soll es werden. Der Automat spuckt einen nahezu unbenutzten 50€ Schein aus. Was soll das denn jetzt? Ich wollte doch slowakische Kronen. Irgendwie komisch! Das Ergebnis der Google Suche auf die Frage „Währung Slowakei“ lautet „Euro“. Wer hat sich das denn ausgedacht?

Ich weiß zum Glück auf dem Campingplatz, wo der Stellplatz ist, denn alle sind schwimmen. Wir treffen uns dann in der Poolbar und haben zusammen ein feines Abendbrot. Der Bulli wird ein Stück bewegt, um Platz für mein Zelt zu schaffen. Die beiden kleinen, Ella und Oskar, schlafen bereits im QEK und und wir quatschen noch ausgiebig über Reisen im ehemaligen Ostblock und Modellraketensport im Sinne von Sigmund Jaehn. Ich darf mit Jonas, einem echten Weltmeister, zusammen an diesem Campingtisch sitzen. Welch eine Ehre. Und danke liebe Claudia für die Einladung und das tolle Abendessen. Ach wie schön.

Auch muss ich meine Erwartung bezüglich des Platzes als nicht bestätigt ansehen. Der Platz ist mega klasse mit vielen Schwimmbecken, Rutschen und alles was das Herz begehrt. Die Runde im Pool und eine kurze Erholung im Thermalbecken lasse ich nicht aus.


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