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Tag 55 Weer Tegernsee (DE) 75km

Veröffentlicht am 23. Juli 2021 um 18:52

Es geht langsam zu Ende. Unglaublich wie sich die Zeit über die Wochen beschleunigt hat. Jetzt bin ich gefühlt annähernd mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Zumindest vom Zeitgefühl. Ganz anders heute bei der Auffahrt zum Achensee. Diese hat nun die Auszeichung für den anstrengendsten Aufstieg verdient. Direkt vom Inn geht es für „nur“ 6km ganz stramm hoch. Hier habe ich soviel Schieben müssen, wie die ganzen 8 Wochen in Summe nicht. Wenn die Räder auf Schotter durchdrehen, dann hilft nur Absteigen. An einer Stelle sind dann auch meine Füße durchgedreht. Ich hätte fast abpacken müssen, bin aber so grade noch oben angekommen. Die Strecke hoch ist im Winter die Rodelbahn runter. Es wird überall gewarnt, dass man aufpassen soll. Das war es dann auch mit Steigungen, bis auf ein paar Höhenmeter direkt nach der Grenze zu Deutschland. 

Vor sechs Wochen habe ich in Küstrin Deutschland in Richtung Polen verlassen, war zwischenzeitlich schon mal einen Tag in Österreich und komme nun wieder von Österreich rein. Hat sich spontan ergeben, so auch der finale Titel für die Reise : „Münster - München“.

Im Nachhinein hätte es nicht besser laufen können. Erst zum Einstieg das platte Land, dann über das Weserbergland und den Harz als Vorgeschmack, was alles so kommt. Rückwirkend waren die landschaftlichen Highlights in Polen zu der Zeit wirklich herausragend. Aber kein Vergleich zu den Alpen. Andersherum gefahren wäre es bestimmt enttäuschend geworden. So ging der Spannungsbogen immer nach oben. 

Ehrlicher Weise ist der jetzt auch oben angekommen. Wenn es jetzt noch länger als einen Tag weiter gehen würde, bräuchte ich unbedingt mal einen Tag Pause. Ich merke, dass man schon ein wenig abstumpft auch bei der Landschaft. Der letzte freie Tag ist nun schon lange her, das war Zagreb. 

Somit ist die Abschluß der Tour mit der morgigen Etappe ein wirklich gutes Ende. Und das Wiedersehen mit meiner Familie ist auch längst überfällig.

So darf ich heute noch den Abend am gediegenen Tegernsee genießen. Hier ist wirklich alles sehr aufgeräumt. Der Campingplatz war zwar bislang der unfreundlichste. Aber ist ja wie immer nur für eine Nacht.

Den Abend muss ich nicht alleine verbringen, denn per Zufall sind auch zwei Bekannte aus dem jährlichen Skiurlaub hier. Sie haben noch zwei weitere Freundinnen mit an Bord, so dass ich den Abend beim Italiener am See mit vier Frauen verbringen durfte. Endlich konnte ich mal wieder ein paar Menschen mit meinen Erlebnissen beglücken. Ich hoffe, es war nicht zu ermüdend. Aufgrund einer wenig chaotischen Küche und Bedienung hatten wir auf jeden Fall genügend  Zeit zum Quatschen. Spannend auch, dass alle die Rückreise morgen antreten und das Zwischenziel München ist. Vielleicht sieht man sich ja noch???

Der Abend hat mega Spaß gemacht und es wurde spät. Zurück zum Campingplatz ging es im Stockdunkeln. Morgen noch ja nur noch die Ausrolletappe nach München für mich dran. Da kann nicht mehr viel kommen. Schauen wir mal. Bis morgen. 


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